Story

 

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THE STORY OF
OS - WESTERN SPORTS APPAREL (OSWSA)



THE LEGEND OF OLD SORREL LIVES ON...,1999 wurde der Name des Ausnahmehengstes „OLD SORREL“,einer der wichtigsten Vererber der heutigen modernen Quarterhorses, zum Namensgeber der Bekleidung für Westernreiter "OS – Western Sports Apparel"!
 
OS - Western Sports Apparel steht für beste Qualität, modische Farben und trendiges Design aus diplomierter Könnerhand "Made in Europe".
Die Gründer des Labels kommen aus der Westernreitsportszene, wuchsen mit Pferden auf und sind bis heute im Reitsport und der Quarterhorsezucht tief verwurzelt.
 
Nur durch die Liebe und Begeisterung für die Quarterhorses entstand diese authentische Bekleidungsmarke für Westernreiter die inzwischen durch Ihre Unverwechselbarkeit über die Grenzen Europas hinaus bekannt und beliebt ist.
Die Produkte werden vom Rohstoff bis zum kleinsten Etikett von uns entwickelt, entworfen und in Kleinstauflagen in Europa produziert.
Unsere hochwertige, farbenfrohe und modische Westernsportbekleidung revolutionierte den bis dahin eher tristen Markt.
 
Heute, nach fast achtzehn jährigem Bestehen unserer Marke "OS - Western Sports Apparel" (OSWSA) sind wir aus der Westernreitszene nicht mehr wegzudenken, inzwischen liefern wir unsere Produkte ins geliebte Homeland des Cowboying nach USA und Canada.


Die Zusammenarbeit mit der NRHA USA in Europa, oder dem großen Sattelmacher aus Oregon "Donn Leson", unsere Unterstützung der NRHA European Futurity in
2009/2010/2012/2013/2014/2017, der NRHA USA Futurity Oklahoma City in 2016 und den European Masters in der Schweiz bei C.Schuhmacher, ERCHA Italy,Americana u.v.m. zeigt die grenzenlose Beliebtheit unserer Produkte.
 
Wir sind dafür sehr dankbar und wünschen uns für die Zukunft weiterhin viele Reiterinnen und Reiter mit unseren exklusiven Qualitätsprodukten gut aussehen zu lassen!
 
OS – Western Sports Apparel
August 2017

 


 Old Sorrel

(„Old Sorrel" hat eine Dynastie von Leistungspferden für King Ranch gegründet. Noch heute, nach über 60 Jahren, findet man sein Blut in den Siegern jeder Leistungsveranstaltung, in der das Quarter Horse sich auszeichnet.)

Die King Ranch in Kingsville, Texas, wollte, seinem Prospekt nach, „ein ideales Pferd für Ranch-, Remount-, Polo- und Vergnügungszwecke" erzeugen. Aus diesem Programm entwickelte sich ein Quarter Horse, welches in jedem der obengenannten Bereiche erfolgreich war. Im Prospekt heißt es weiter: „Die Ergebnisse entstanden dadurch, daß von einem Spitzenindividum ausgegangen wurde, in dem eine perfekte Aktion mit einer wunderbaren Charakterveranlagung verbunden waren." Jenes Spitzenindividuum war ein Hengst, den wir inzwischen als „Old Sorrel" kennen.
Seine Eigenschaften wurden verbessert und „fixiert" durch die Verwendung von wissenschaftlichen Züchtungsregeln und durch die Quarter Horse die das Blut von Old Sorrel in sich trugen (oft sogar durch mehrere Kreuzungen), als AQHA gegründet wurde. Auch heute, nach mehr als 50 Jahren, findet man sein Blut in den Siegern jedes Arbeitswettkampfs, in dem das Quarter Horse anerkannt wird. Viele Sieger und Champions von heute tragen seinen Namen im Stammbaum.
Die King Ranch wurde 1853 gegründet, als Richard King $ 300 für 15.550 Morgen (acres) einer spanischen Landzuteilung, die unter dem Namen „Rincon de Santa Gertrudis" registriert war, zahlte. Dort neben dem Bach Santa Gertrudis gründete er, zusammen mit einem Partner namens Gideon K. (Legs) Lewis (der später getötet wurde), ein Viehzuchtunternehmen. Bis Ende des 20. Jahrhunderts nahm die Ranch mehr Land ein als der ganze Bundesstaat Rhode Island. Als Kind am 14. April 1885 verstarb, hatten sich unter seinem Besitz 600.000 Morgen Land und Tausende Rindviecher und Pferde angesammelt.
Seine Witwe, Henrietta, war entschlossen, die Ranch weiter mit Erfolg zu betreiben. Als eine ihrer ersten Taten hat sie ihren Schwiegersohn, Robert Justus Kleberg, zu Verwalter der Ranch befördert. Im Laufe der nächsten 40 Jahren hat diese Partnerschaft den Traum realisiert, in dem immer ertragreichere Methoden der Verwaltung des Landes und des Viehs angewendet wurden. Kleberg, ein Anwalt, hat die Aufmerksamkeit Capitain Kings auf sich gezogen, als er eine Gerichtsverhandlung gegen Kings Anwälte gewonnen hatte. King hat ihn am nächsten Tag angestellt. Als er immer enger in die Aktivitäten der Ranch verwickelt wurde, lernte er Kings Tochter Alice kennen und heiratete sie. Ihre Söhne Richard M. (Dick) und Robert Justus Jr. (Bob) übernahmen die Ranch, als ihr Vater 1916 zu krank wurde, um sie weiterzuführen.
Nach dem Beispiel ihres Vaters und Großvaters fuhren sie fort, die modernsten und fortschrittlichsten Methoden der Ranchverwaltung anzuwenden. Dick studierte Jurisprudenz an der Universität von Texas (er war später US Congressman). 1911 kehrte er wieder zur Ranch zurück um mit der Verwaltung des wachsenden Unternehmens zu helfen. Bob aber hatte erst 2 Jahre Studium an der Universität von Wisconsin vollendet, als er 1916 nach Hause berufen wurde. Als einer seiner ersten Aufgaben wurde er mit der weiteren Aufbesserung des Viehs durch Zucht betraut. Aber er befaßte sich auch mit der Pferdezucht. Mehrere Thoroughbred und Standartbred Hengste wurden im Laufe der Jahren zur Zucht hergenommen. Auch manche Araber-, Saddlebred- und Morganhengste wurden zu den Zuchtstutenherden gelassen – Stuten, die ihre Vorfahren unter den Mustangs hatten, die frei auf dem Land liefen, als King es kaufte.
Obwohl verbessert, die Pferde erfüllten nicht die Forderungen, die die Ranch verlangte. Sie hatten weder die geforderte Widerstandsfähigkeit und Ausdauer, noch waren sie akzeptable Viehpferde. Da er immer ein wachsames Auge für verbesserte Arbeitsmethoden oder Vieh auf anderen Ranches hatte, beobachtete Bob mit besonderem Interesse die Pferde, die von der naheliegenden Ranch des George Cleggs kamen. George´s größter Stolz war eine Herde Zuchtstuten, die sich wegen ihrer Schönheit und Begabung besonders auszeichnete. Diese Stuten, seine „Wachspuppen", mußten in beiden Bereichen hervorragend sein. Clegg war genauso scharfsinnig bei der Wahl der Hengste, die seine Stuten decken sollten. Anfang des Jahrhunderts benutzte er „ Little Rondo" , gezeugt von „Sykes`Rondo". 1905 kaufte Clegg „Little Joe", dessen Vater „Traveler" war. Nach einer sehr erfolgreichen Rennkarriere, ließ Clegg „Little Joe" mehrere Jahre bei seinen Stuten. Dann verkaufte er den Zuchthengst an Ott Adams, einen benachbarten Rancher, der für seine schnellen Pferde bekannt war.
Als nächstes fiel Clegg´s Aufmerksamkeit auf den jungen „Hickory Bill", Sohn des sensationellen Läufers „Peter McCue", beide von Samuel Watkings auf seiner Littel Grove Stock Farm gezüchtet. „Hickory Bill´s" Mutter war „Lucretia M", die von „The Hero" gezeugt wurde (Thoroughbred Sohn des „Iroquois", Mutter „Ontario", ihrerseits Tochter des herausragenden „Bonnie Scotland"). Seine 2. Mutter stammte auch von Watkin´s Zuchtfarm. Sie hieß „Bird", gezeugt von „Jack Traveler", Mutter „Kitty Clyde". „Jack Traveler" wurde in Texas gezüchtet, gezeugt entweder von „Steel Dust" (Vater „Harry Bluff") oder vom Sohn des „Steel Dusts". Seine Mutter war „Hickory Bill" in den Besitz der Little Grove Stock Farm. „Kitty Clyde" war eine ganz Schnelle, die in ihrem Heimatstaat Kentucky, in Texas und letztlich in Illinois an Rennen teilnahm; dort wurde sie nach einiger Zeit an Samuel Watins übereignet.
In einem frühen Zuchtbuch für Thoroughbreds (Vorgänger des American Stud Book´s für Thoroughbreds) steht, daß sie von „Star Davis" TB gezeugt wurde; ihre Mutter war „Margravine", gezeugt vom importiertem Thoroughbred „Margrave". Sie zeigte sich sowohl als gute Zuchtstute wie auch als Rennpferd. Mit „Bird" zusammen war sie Mutter von „Nora M" – eine vollendete Halbmeile-Rennerin, die ihre Rennkarriere mit der Geburt von „Peter McCue" beendete. Unter Clegg´s „Wachspuppen" waren vier Stuten mit ungewöhnlichem Hintergrund. Ein Zahnarzt in Mexico kaufte in Kentucky eine Waggonladung Stuten un ließ sie auf seiner Ranch laufen. Sie haben reichlich Nachkommen mit guten Eigenschaften hervorgebracht, und er verkaufte nach einer Zeit eine Waggonladung an einen Rancher namens J.C. McGill, einen Partner von Clegg im Viehgeschäft. Clegg erblickte darunter vier ältere Stuten, die er in seine Herde integrieren wollte, und erhielt sie, in dem er jüngere, fette Stuten abgab. Eine dieser älteren Stuten, die möglicherweise eine der ursprünglich in Kentucky gezüchteten Stuten sein könnte, gebar im Jahre 1915 ein vielversprechendes Sorrel-Fohlen, dessen Vater „Hickory Bill" war. Im Stammbaum des Sorrel-Fohlens heißt es, die Stute sei eine Dr. Rose Stute von unbekannter Züchtung. Das heißt aber nicht, daß sie nicht auch maßgeblich zu den vortrefflichen Genen seines Wesens beigetragen hätte.
El Alazan In jenem Jahr schlug Kleberg seinem Cousin vor, bei Clegg vorbeizuschauen. Clegg, ein rühriger Manager der King Ranch, kannte sich sehr gut in Sachen Pferde aus. Er erspähte die kräftige Dr. Rose Stute und ihr Sorrel-Fohlen. Nach etwas Hin-und- Her kaufte er das Fohlen für $ 125, und lieh sich die Stute aus, um das Fohlen zurück zur King Ranch zu führen. Das Fohlen wuchs auf und entwickelte sich prächtig, es war auf der Ranch einfach als „das Clegg Pferd" bekannt. Die Kinenos nannten es „El Alazan", spanisch für The Sorrel. Später änderten sie den Namen ab in „El Alazan Viejo", der alte Sorrel. Als später das uralte Pferd beim AQHA registriert wurde, mußte es einen Namen haben. Sein Kosename wurde ins Englische „Old Sorrel" übersetzt.
Die Tradition auf der King Ranch verlange von seinen Hengsten und Stuten, daß sie durch alltägliche Arbeit mit dem Vieh es verdienten, sich zu der Zuchtherde zu gesellen. Mit „Old Sorrel" wurde auch keine Ausnahme gemacht. Wie Bob Kleberg schrieb, „bewährte sich „Old Sorrel" als das bei weitem beste Viehpferd, das jemals auf der King Ranch arbeitete". Das Pferd war mit seiner Schönheit, Charakter, Ebenmaß, Harmonie und Feinheit bei der Handhabung einfach hervorragend. Kleberg erwähnte ferner, daß „„Old Sorrel" nicht nur das beste Viehpferd war, daß ich je geritten habe, sondern daß er auch ein verdammt gutes Rennpferd war. Er hatte das ausgeglichene Aussehen und das Gespür eine Rennpferdes. „ Eine bekannte Geschichte macht „Old Sorrel´s" vollkommene athletische Fähigkeiten anschaulich: als die Frau von Bob Keberg begann sich für Thoroughbred Springpferde zu interessieren, ließ sie eine Springanlage den Regeln entsprechend auf der Ranch bauen. Bob ließ sie wissen, daß er ein altes Viehpferd hatte, welches die Hindernisse überspringen könnte.
Wie die Geschichte weiter erzählt, band Bob „Old Sorrel´s" Leitfuß an sein Kopfgeschirr und ritt den 14-jährigen Hengst ohne Sattel über alle Hindernisse, einschließlich 4 Fuß hohe Oxer. Anscheinend war Kleberg der Meinung, wenn ein Pferd es als alltäglich betrachte, über dornige Kakteen und Gestrüpp springen zu müssen, könne es genauso leicht künstliche Barrieren auf einer ebenen Fläche bewältigen. „Old Sorrel" hatte noch 2 Eigenschaften, die die Ranchverwaltung zu würdigen wußte: Erstens war er von einer prächtigen, dunkelbraunen oder rotbraunen Farbe. Da diese Sorrelfarbe rezessiv ist, kann man sie mit Leichtigkeit weitervererben. Noch dazu hatte er keine weiße Farbe auf den Beinen. Wegen den alkalischen, sandigen Böden der Ranch war es wichtig, so wenig weiße Farbe wie möglich an den Füßen der Pferde zu haben. Dr. J.K. Northway fing 1916 als Tierarzt auf der Ranch zu arbeiten an. Seine Leistung während seiner Jahrzehnten langen Dienst auf der Ranch trug viel zu der Entwicklung der hervorragenden Eigenschaften des Viehpferdes bei. Northway schrieb:" „Old Sorrel" war ein wunderschönes, chestnutfarbenes Pferd von mittlerer Größe und Gewicht. Ich möchte sagen, vielleicht ein wenig zu lang im Körper, aber ansonsten zu jeder Zeit ein wunderbar ausbalanciertes und vielseitig zu benutzendes Pferd." Er bemerkte weiterhin, daß „Old Sorrel" ein Stockmaß von 14.3 und eine wunderbare Disposition hatte. „Ich war dabei, als Kleberg und George Clegg ihn morgens fingen und den ganzen Vormittag ritten, um ihn dann den ganzen Nachmittag rennen zu lassen. „Northway sagte weiter: „Man konnte mit ihm alle Rancharbeiten ausführen, und er war nicht nur gut, er war hervorragend in allem, was er tat." Wenn er zur Zucht hergenommen wurde, beobachtet man seine Fohlen genau und sortierte sie sorgfältig aus. Fünfzig Stuten, die unter den am leichtesten zu handhaben und zu reiten auf der Ranch waren, wurden ausgewählt, um „Old Sorrel´s" Harem zu bilden. Sie waren größtteils Thoroughbreds, manche auf der Ranch gezüchtet, manche bekannt als „Lazarus Stuten".
Später fügte man Stuten, die von George Clegg und Ott Adams stammten, dazu bei, als entdeckt wurde, daß „Old Sorrel" sich sehr wohl mit Töchtern von „Littel Joe" (Sohn von „Traveler", der in beiden Herden gebraucht wurde) kreuzen ließ. Ähnlich wie bei den Stuten des Dr. Rose, wurden die Lazarus Stuten von Sam Lazarus aus Fort Worth gekauft. Lazarus, Präsident der Quanah, Acme, und Pacific Eisenbahngesellschaft, hatte eine Herde Renntoroughbreds zusammengestellt. Als er genug vom Pferderennen hatte, suchte er ein gutes Zuhause für seine Pferde. 1910 bot er sie an die King Ranch, bekam aber zur Antwort, daß sie dort nicht benötigt wurden. Lazarus bohrte aber weiter. Als Caesar Kleberg wegen einer anderen Angelegenheit in Fort Worth war, beschloß er, Lazarus´ Pferde anzuschauen. Er war beeindruckt und entschied sich, die Ranch könne die Pferde sehr wohl gebrauchen. Lazarus verkaufte sie für $100 das Stück. Die King Ranch willigte ihrerseits in 2 ungewöhnliche Bedingungen ein: Die neuen Besitzer durften keines der Pferde für Rennzwecke benutzen; sie dürfen den Stammbaum keines dieser hochgezüchteten Pferde bekanntgeben. Unter den Pferden befand sich ein Hengst namens „Martin´s Best". Wie Northway sich erinnerte, war Kleberg der Meinung, daß dieses Pferd „wahrscheinlich des Beste darstellt, vom Aufbau und Typus der frühen Basisthoroughbreds, die ein Bestandteil der großen Familie „Old Sorrel" Pferde ausmachen, hergesehen". Zwei Wallachs aus der ersten Zuchtgruppe wurden ausgesucht, die beweisen sollten, „Old Sorrel könne Pferde produzieren, die den hohen Qualitätsmaßstab der Ranch in Sache Arbeit mit dem Vieh gerecht würden. Einer davon hieß „Tino" (nicht mit seinem Vollbruder, dem Hengst „Tino", zu verwechseln). „Tino", der Wallach, hatte als Mutter die „Brisa" (eine Tochter „Martin Best´s"), welche Bob´s Lieblingsreitpferd war, bis sie zu den Zuchtstuten kam. Der andere Wallach hieß „Melon". „Tino" wurde von Bob Kleberg geritten und „Melon" von Lauro Cavazos, derzeit Foreman der Ranch und ein besonders guter Reiter.
Die zwei Reiter probierten ihre Pferde mit jeder Form der Arbeit auf der Ranch aus, wetteiferten mit einander, um zu sehen, welches Pferd nun doch das Bessere wäre. Beide Pferde bestanden die Prüfungen mit Bravour und bestätigten die Hoffnung, daß „Old Sorrel" ein guter Zuchthengst sein würde. Bob Kleberg, der durch sein Studium auf der Universität von Wisconsin und durch praktische Erfahrungen auf der Ranch wissend in Sache Genetik war, wollte „Old Sorrel´s" Qualitäten in zukünftigen Generationen bewahren. Zusammen mit dem Genetizist A.O. Rhoad schrieb er in dem „Abstammungsjournal": Da wir gesehen hatten, wie andere Hengste, die erwiesenermassen überragenden Zuchteigenschaften hatten, diese aber nur für eine Generation weitergaben, waren wir entschlossen, die wundervollen Qualitäten dieses Hengstes möglichst fortbestehen zu lassen. Typisch für die progressiven Methoden der King Ranch wurden als erster Schritt 1.200 unerwünschte Stuten, Wallache und Maultiere zusammengetrieben und über den Fluß nach Mexico verschifft. Northway berichtet, daß „wir nichts dafür zurückbekamen, aber wir glaubten die beste Arbeit geleistet zu haben, die wir je an einem Tag geleistet hatten. „Dadurch ist Platz für die Pferde der Zukunft geschaffen worden." „Old Sorrel" züchtete seine ersten Fohlen mit den besten seiner Töchtern aus den originalen 50 Stuten. Diese Fohlen wurden als vielversprechend, aber nicht hervorragend, eingestuft. Da entschied man sich, die Zucht in der Linie weniger intensiv auszuüben, und züchtete „Old Sorrel´s" Töchter zu seinen Söhnen, und die Töchter seiner Söhne zu anderen Söhnen.
Dieser Plan fing sofort an Fohlen zu produzieren, die nicht nur gute Leistung brachten, sondern auch den Typus und andere feine Eigenschaften des „Old Sorrels" beibehielten. Aus „Old Sorrel´s" erster Zuchtgruppe von 1922 behielt man nur einen Sohn als Hengst, „Little Richard" von der AQHA die Registrationsnummer 17, eine der 18 Nummern, die für hervorragende Basisväter reserviert waren. „Little Richard" zeugte zusammen mit den King Ranch Stuten von 1927 bis 1937. aus der zweiten Zuchtgruppe (1923) kamen noch zwei Hengste von höchster Qualität: „Solis" und „Cardinal" (manchmal „Cardenal" geschrieben). Nachdem diese ihre Prüfung unter dem Sattel bestanden hatten, fügten sie sich in den Verband der Hengste für das Zuchtprogramm ein. Cardinal und Peppy Sie waren sich ähnlich, was den Typus anbelangt, aber „Cardinal" war besser in der Handhabung als „Little Richard". Dafür war „Cardinal" im Temperament nicht so ausgeglichen, und er war nicht so groß. Der Versuch wurde gemacht, die besseren Qualitäten der beiden zu kombinieren, in dem jeder mit Töchtern des anderen gepaart wurde.
Die Belohnung kam, als 1934 „Little Richard" mit einer Tochter „Cardinals" „Peppy" zeugte. „Peppy" war das erste Pferd auf der King Ranch, das ausgiebig auf Ausstellungen gezeigt wurde. Es heißt, daß „Peppy" etwas über 15 Hand maß und etwa 1.200 Pounds wog. Er wurde von 1936 bis 1941 im ganzen Südwesten der USA gezeigt, und trug wesentlich dazu bei, King Ranch und die Quarter Horse Zucht bekannt zu machen. 1940 war „Peppy" Grand Champion sowohl in Fort Worth wie auch in Beeville. 1941 wurde er als Champion Hengst, Champion Arbeitspferdetypus für Vieharbeit, und Bestes Pferd der Ausstellung in Tucson, Arizona beurteilt. Noch dazu hatte er eine Viertelmeile in 22.2 Sekunden bearbeitet. „Peppy" zeugte einige der besten Pferde, die jemals auf der Ranch produziert wurden.
Zwei der von ihm stammenden Ausstellungssieger waren „Peppy Jr." Und „Rosal". „Peppy Jr." Zeugte später „Pepper Girl", die zweite Mutter des spektakulären Cuttingpferdes „Peponita". „Peponita" gewann zwei NCHA Weltmeisterschaften für Cutting. Später wurden „Peppy´s" Siegernachkommen von und AQHA-Champion „Peppy´s Pokey" vorangeführt. Nach siner Showkarriere zeugte „Peppy´s Pokey" seinerseits ROM-Arena qualifizierte Nachkommen. „Peppy´s" Sohn „Cuero" wurde in Kalifornien ein wichtiger Zuchthengst. Er zeugte viele Arbeitspferde, einschließlich ROM-Qualifizierte, während seine Töchter die Familie mit AQHA-Champions, ROM Rennpferde und ROM-Arena Leistungspferde bereicherten.
Ein weiterer Sohn „Peppy´s", der zwar die Ranch verließ, aber in anderen Händen ein wichtiger Zuchthengst wurde, war „Tamo". Der vielseitige „Tamo" zeugte ROM-Qualifizierte Rennpferde, abreitende ROM Leistungspferde und Halfter-Champions. Durch seine Töchter wurde er später ein führende Zuchthengst der AQHA Champions. Solis und Wimpy Obwohl er erst ein paar Jahre nach „Cardinal" zur Zucht hergenommen wurde, hatte „Solis" ein wahrscheinlich noch nachhaltigere Einwirkung auf die King Ranch Pferde als jener. Er machte einen wichtigen Beitrag zum Zuchtlinie-Programm, indem er außergewöhnliche Pferde zusammen mit Töchtern des „Old Sorrels" zeugte. Eins dieser doppelgezüchteten Fohlen war der große „Wimpy". „Wimpy" erlangte schnell Berühmtheit, indem er 1941 zum Grand Champion Hengst an der Fort Worth Stock Show ernannt wurde. Die AQHA hatte eingewilligt, die Registrationsnummer 1 für den Sieger jener Ausstellung bereitzuhalten. „Wimpy" erwies sich im Laufe seiner Karriere als würdiger Träger dieser Auszeichnung. Sein Ruf wurde von der AQHA betätigt, als „Wimpy" eins von den ersten vier Pferden wurde, die in die Ruhmeshalle der AQUA einzog. „Old Sorrel" kam im nächsten Jahr, 1940, dazu.
Zusammen mit Töchtern von „Old Sorrel" zeugte „Wimpy" u. a. die Fohlen „Wimpy II", „Lauro", „Bill Cody" und „Silver Wimpy" (Vater der brillianten „Maion´s Girl", 1954 und 1956 World Champion Cutting Horse). Ein weiterer Sohn, der ein führender Zuchthengst wurde, war „Showdown". „Wimpy´s" Sohn „Kip Mac" wurde ein früher AQHA Champion. „Wimpy II" wurde nach Oklahoma gebracht, mit John Dawson`s intensiv „Missouri Mike" –gezüchteten Stuten gepaart, und wurde führender Vater und führender Großvater mütterlicherseits von AQHA Champions. Zu seinen Nachkommen zählten auch zwei ROM Fohlen. Er zeugte auch „Wimpy III", der auch ein führender Vater und führender Großvater mütterlicherseits von AQHA Champions wurde. Auch „Lauro" verließ die Ranch, ehe er seinen beachtlichen Ruf gründen konnte. „Lauro" zeugte im Westen von Texas mehrere AQHA Champions, wie „Sonora Sorrel" und „Sonora Monkey". Während seiner Karriere als einer der führenden Halfterpunkt-Sieger aller Zeit, verdiente „ Sonora Sorrel" 198 Punkte im Jahre 1964 und wurde in die Ruhmesliste für Halfterpferde eingetragen. 1959 war „Senora Monkey" sowohl Ruhmesliste Calfroping-(Kalbseilen-) Pferd wie auch Reining-(Zügel-) Pferd der Ruhmesliste. „Lauro" war sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits Großvater der Stute „Revision", wie die Urkundenbücher bestätigen. Diese Stute war Mutter von „Pass Over", die sowohl Champion Quarter Running zweijährige Stutenfohlen des Jahres 1973 wurde, als auch Champion Quarter Running dreijährige Stutenfohlen von 1974, und die mehr als eine halbe Million Dollar verdiente. Ranchero und Rey Del Rancho Nach der Meinung von Bob Kleberg war der zweite große Beitrag von „Solis" die Zeugung „Rancheros" mit einer „Old Sorrel" Stute. „Ranchero" war ein Lieblingspferd des Formans Lauro Cavazos, der sein Wissen über die Pferde der Ranch durch die Arbeit mit ihnen erlangte. Die Tradition „Rancheros" wurde durch seinen Sohn „Rey Del Rancho" fortgesetzt. Dieser jüngere Hengst, der in den ersten vier Generationen fünf Kreuzungen zu „Old Sorrel" Aufweisen konnte, hatte als Mutter eine „Babe Grand" Stute. Er wurde ein Lieblingspferd von Dick Kleberg, Jr. Und den Cowboys auf der Ranch. Sie waren von der früh gezeigten Geschwindigkeit und Intelligenz seiner Fohlen beeindruckt. Bob, aber, mochte ihn nicht so gern wegen seiner geringen Größe. Er beschrieb „Rey Del Rancho" als ein „ausbalanciertes Pferd, 14.3 Hand hoch, hinten aber leicht; ein ordentliches Pferd, das sehr behend ist." „Rey Del Rancho" verewigte sich in der Zuchtherde sowohl durch seine Töchter als auch seine Söhne. Er war der Vater von „Anita Chica", eines der größten Showpferde der Ranch. Sie produzierten den ROM-Qualifizierte und NCHA Spitzenverdiener „El Pobre". Dieser erwies sich als ein sehr erfolgreicher Zuchthengst, wozu er verbreitet benutzt wurde. Unter den einflußreichen Söhnen von „Rey Del Rancho" waren „Callan´s Man" (ein NCHA Pferd der Obersten Zehn Gruppen und Vater vom guten Cutter „Mr. Linton") und „El Rey Rojo", Vater von „El Bandido Rojo", ein Spitzen-Showpferd, bis er vorzeitig mit 3 Jahren in einem Feuer umkam.
Noch ein Hauptbeitrag zum Ruf von „Rey Del Rancho" als der möglicherweise allzeit beste Erzeuger von Cuttingpferden auf der Ranch machte sein Sohn „Rey Jay" erst richtig bekannt, als seine Töchter mit „Jewels Leo Bars", besser bekannt als „Freckles", gpaart wurden. Daraus entstanden solche Star Fohlen wie „Colonel Feckles", „Freckles Playboy" und „Freckles Hustler". Tomate Laureles Unter den „Old Sorrel" Fohlen vom Jahre 1927 war „Tomate Laureles". Robert Denhardt schrieb: „Tomate Laureles" war als Produzent von weiblichen Nachkommen unübertroffen. Eine seiner Töchter, z.B., war die Mutter der hochgeschätzten Show-Stute „Gitana Chica". Wegen seinen Zuchterfolgen bekam „Tomate Laureles" von der AQHA die Registrationsnummer 19. Im Jahre 1928 produzierte „Old Sorrel" noch ein außergewöhnliches Fohlen mit einer „Hickory Bill" Stute zusammen: „Babe Grande". Sowohl dieses Pferd als auch seine Söhne und Töchter waren ausgezeichnete Viehpferde. Die Töchter von „Babe Grande" produzierten „Saltillo`" und „Rey Del Rancho". „Saltillo" zeugte die begabte Cutting-Stute „Alice Star". Unter den Spitzen- Fohlen von „Babe Grande" zählte der Hengst „Brown Caesar". Seinen Namen findet man in den Stammbäumen sowohl Rennpferden als auch Showpferden. Seine Tochter „Lassie Ceasar", ein ROM-Rennpferd, produzierte das berühmte Rennpferd „Blond Joan" (1957 Champion Quarter Renn- Stutenfohlen und Mutter des Rennpferdes „Brigand").
Im Jahre 1932 produzierte die begabte Stute „Brisa" noch einen „Old Sorrel" Sohn namens „Tino". Dieser „Tino" blieb ein Hengst, und erwies sich als besonders potent. „Tino" war eine Seltenheit in der King Ranch Herde-ein Bay (kastanienbraunes Pferd). Northway berichtete, daß „Tino" ein wunderbares Individuum wurde", und „gewiss intelligent", mit hinreichender Größe. Macanudo Der große „Macanudo" war ein „Old Sorrel" Pferd der 1934 Nachkommengruppe. Seine Mutterd war „Canales Bell", eine Stute aus der „Hickory Bill" und „Texas Chief" Linie. Man sagte, daß „Macanudo" seinem Vater mehr ähnelte als sonst irgend ein Sohn des alten Pferdes, und er mag das beste Viehpferd seiner Generation gewesen sein. Wegen seines Aussehens wurde „Macanudo" Grand Champion Hengst der South Texas Viehshow von 1940.
Seine Kombination von Aussehen und Können wurde weitergegeben an seinen Sohn „Babe Mac C", einen der ersten AQHA-Champions. „Babe Mac C" fuhr in der Linie fort mit der Zeugung von vier AQHA-Champions und mehreren ROM-Fohlen. „Macanudo" zeigte auch früh eine beträchtliche Schnelligkeit.
Ein weiterer Sohn des „Macanudo" war, „Kingwood", der zum Beweis beitrug, daß der King Ranch Zucht auch außerhalb der Ranch einen wohltuenden Einfluß haben konnte. Er wurde mit Stuten von allen möglichen Stammbäumen gepaart, und zeugte Pferde mit Aussehen, Leistungsfähigkeit (zwei ROM), und Geschwindigkeit (vier ROM). Seine AA-Tochter „Old Folks" produzierte sieben ROM-Rennpferde, unter ihnen „Klondike" (AAA) und „Tonto´s Time" (AAA und Vater von AAA). Silver King und Water Lily „Old Sorrel´s" Sohn „Silver King" wurde 1937 geboren. Wohl wegen seiner Farbe, die Bay war, anstatt der für die King Ranch typischen ebenmäßigen kastanienbraunen Farbe, durfte dieses bemerkenswerte Individuum von der Ranch entfernt werden. „Silver King" zeugte eine große Anzahl sowohl Renn- wie auch Arbeitspferde, unter ihnen der AQHA-Champion „Baldy Silver". „Silver King´s" Söhne trugen viel zum Ruhm der Familie bei.
Vielleicht der bekannteste Sohn war das ROM-Rennpferd „Double Diamond", das den AQHA-Champion „Two D Two" und andere ROM- Arbeitspferde zeugte. „Two D Two" erlange Unsterblichkeit durch die Zeugung des großen „Two Eyed Jack", der ein AQHA-Champion und allzeit führender Erzeuger von AQHA-Champions wurde. „Two D Two" zeugte auch „Tookie´s Two", das Reining Pferd der Ruhmliste des Jahres 1967. „Silver King´s" Töchter haben auch ihr Teil zum Ruhm beigetragen. Sie produzierten viele bekannte Pferde – unter ihnen AQHA-Champion „Eternal Sun", die AAA Rennpferde „Mr Magic Bar" und „Sugar Nicky", und die Stakes-Siegerin „Miss Davril". „Water Lily" galt als die beste Stute der King Ranch zu der Zeit als AQHA ins Leben gerufen wurde. Der Stammbaum zeigt, daß diese Stute eine Tochter des Wagoner Ranch´s „Yellow Jacket" war, obwohl von manchen behauptet wird, sie sei in Wirklichkeit die Tochter von Peter McCue´s „Buck Thomas". „Water Liliy" bestätigte ihr Ruf, indem sie 1941 den guten Hengst „Little Man", und 1943 den großen Hengst „Hired Hand" produzierte. Diese Söhne des „Old Sorrels" waren beide Spitzen- Showpferde. Im Jahre 1948, z.B., wurde „Hired Hand" Grand Champion Hengst und „Little Man" Reserve Champion bei der Texas State Fair. Im Jahre 1942 produzierte „Water Lily´s" von „Chicaro" gezeugte Tochter „Delicatesse De Texas" einen Sohn namens „Tejano", einen weiteren Sohn des „Old Sorrels", der später viel gute Pferde für die King Ranch Herde zeugte. Hired Hand Zusammen mit „Water Lily" zeugte „Old Sorrel" zum Ende seiner Zuchtkarriere seinen möglicherweise größten Sohn, „Hired Hand". Dr. Northway beschreibt „Hired Hand" als etwa 15 Hand hoch, wohlbalanciert, die Vorderbeine und der Hinterhand wundervoll muskulös, die Hinterbeine schön und gerade.
Weiter berichtete er, daß „Hired Hand" mit einem besonders gutem Temperament ausgestattet sei, und er vermöge alles zu tun, was man von einem vielseitigen Quarter Horse verlangen mag. „Hired Hand" war ebenso hervorragend als Zuchtpferd. Obwohl z.B. nur 32 seiner Nachkommen in AQHA- anerkannte Shows gezeigt wurden, erlangen 3 davon ihre AQHA- Championships. „Hired Hand" und seine Fohlen waren so außergewöhnlich, daß man zu der Entscheidung kam, das gesamte Zuchtprogramm der Ranch auf ihn zu stützen. Dieses hat man fertiggebracht, indem man ihn in einem ähnlichen Programm benutzte, wie jenes, das für „Old Sorrel" entworfen wurde. Als Erstes wurde „Hired Hand" mit Stuten, die mehrere Generationen von „Old Sorrel" entfernt waren, gepaart. Die daraus entstehenden Fohlen und ihre Nachkommen wurden untereinander gekreuzt, um das Blut von „Hired Hand" optimal zu konzentrieren und sein Typus und seine Fähigkeiten fortzusetzen. Unter „Hired Hand´s" vielen erfolgreichen Showpferden befand sich die AQHA- Champions „H H Dee", „Henry´s Bullet" und „Strawboss T". „Fistful" und „Strawboss T " wurden noch dazu als Hervorragende Leistungspferde designiert. Unter den Söhnen „Hired Hands", „Hired Hand´s Cardinal", „El Shelton", „Tipo De Norias" und „Hired Hand II". Angesichts der Auszeichnungen seiner Fohlen müßte man „Hired Hand´s Cardinal" als einer der Besten in dieser Gruppe hervorragenden Pferden einstufen. Als Sohn einer Tochter „Peppy´s" trug „Hired Hand´s Cardinal" viel zum Glanz des Ansehens beider Seiten seiner Familien bei. Unter den bekannten Fohlen von „Hired Hand´s Cardinal" war das AQHA Hervorragende Cutting- Pferd „Chick Jay".
Mit insgesamt mehr als 250 Punkte aus AQHA-Ereignissen zählte „Chick Jay" auch zu den AQHA- Champions. Zwei Töchter von „Hired Hand´s Cardinal", beide Spitzen- Leistungspferde, lieferten den Beweis, daß seine Talente nicht nur an die Söhne weitervererbt wurden. Sein Stutenfohlen „Wax Doll" war die AQHA High- Point Reining-Stute des Jahres 1962, und verdiente dazu ein Superior in Halfter. Die hervorragende Cutting-Stute „Laura Felicis" war AQHA World Champion Junior Cutting-Pferd des Jahres 1976, und 1977 war sie AQHA Reserve World Campion Senior Cutting-Pferd. Pep up Anfang der 40er Jahre kaufte die Waggoner Ranch in Vernon, Texas, zwei junge Hengste von der King Ranch ab. Der eine wurde von „Macanudo" gezeugt und der andere war ein Sohn „Peppy´s", namens „Pep Up". Viele Jahre später, nachdem das Pferd, das auf der Waggoner Ranch unter dem Namen „Pep Up" bekannt war, ein sehr erfolgreicher Zuchthengst geworden war, wurde von der AQHA die Behauptung empfangen, daß die zwei jungen Pferde während der Transport und Ausladung in einem Regensturm vertauscht wurden. Damals, bevor es üblich wurde, DAN Bluttests durch zu führen, mußte die Association ein Urteil auf bekannte Tatsachen begründen.
Nach längerer Überlegung entschied man sich, die Zucht der zwei Hengste zu tauschen. Also änderte man die Urkunden derart, daß „Pep Up" als Sohn „Macanudos" aufgeführt wurde, und das andere Pferd als Sohn „Peppy´s". Ungeachtet wie es auch sein mag, hatte „Pep Up" jedenfalls selbstverständlich kräftig Blut von „Old Sorrel" erhalten. Obwohl „Pep Up" viele leistungsstarke Fohlen zeugte, wurde er vor allem als Vater von Zuchtstuten bekannt. Durch solche seiner Töchter wie „Shady Dell", die fünf AQHA-Champions produzierte, unter ihnen „Poco Dell" und „Peppy Belle", wie „Pep Up" ungeachtet seiner wirklichen Abstammung in Quarter Horse Geschichte weiterleben. „Peppy Belle" wurde durch die Geburt von zwei der größten Cutting-Pferde als Zuchtstute berühmt – „Peppy San" und „Mr. San Peppy". „Peppy San" war kein King Ranch Pferd, aber er trug nichtsdestotrotz zur Ruhm seiner Familie bei. Zwei seiner hervorragenden Fohlen, „Peppy´s Desire" und „Chunky´s Monkey", hatten als Mutter die World Champion „Stardust Desire". Da sie „Stardust Red" als Vater hatte, der von „Macanudo Junior" gezeugt wurde, hatten die zwei Cutters („Peppy´s Desire" und „Chunky´s Monkey") je zwei Kreuzungen zu „Macanudo". 1972 gewann „Mr. San Peppy" den NCHA Derby, und wurde sowohl den 1974 als auch 1976 zum NCHA Open World Champion ernannt. Er war das erste Pferd, das sowohl den NCHA Titel als auch die AQHA World Championship Cutting gewann, und zwar im Jahre 1976. Er war auch das erste Pferd, das $100.000 bei Open Cutting Events für Pferde gewann. Und er war das jüngste Pferd, das jemals in die NCHA Ruhmeshalle einziehen durfte. Die King Ranch benutzte diesen großen Wettstreiter zuerst leihweise, kaufte ihn aber dann und fügte ihn ihrer Zuchthengstkollektion bei. Auf diese Weise brachte die Ranch frisches Blut von Außerhalb herein, aber mit einem Pferd, das direkt von „Old Sorrel" stammte. Als Zuchthengst war „Mr. San Peppy" genau so dominant wie als Wettstreiter. Unter seinen Fohlen zählten sich das 1976 AQHA Reserve World Champion Cutting Horse „Beats Workin"; das 1982 NCHA World Champion Cutting Horse „Tenino San"; und NCHA Super Stakes Reserve Champion „Miss Peppy Also". „Mr. San Peppy" zeugte auch den bemerkenswerten „Peppy San Badger" (bekannt als „Little Peppy"). „Peppy San Badger" gehörte auch der NCHA Ruhmeshalle an; er gewann die 1977 NCHA Futurity, den 1978 NCHA Derby, und wurde NCHA Reserve World Champion des Jahres 1980. „Peppy San Badger" wurde von Joe Kirk Fulton aus Lubbock, Texas, gezüchtet, und von der King Ranch zu Zuchtzwecken gekauft. Er wurde ein bedeutender Erzeuger von Cutting-Pferden. „Old Sorrel" verstarb im Juli 1946, im Alter von 31 Jahren, doch sein Blut lebt weiter. Jede neue Generation bringt noch mehr begabte Pferde hervor, die ihre Stammbäume zurück zu dem unsterblichen Pferd verfolgen können.... the legend lives on!